Seelenschau
eine Kolumne

Monatlich im Magazin "Naturarzt"

Im Schatten des Skorpions - Wenn die Dunkelheit ins Licht führt

Der November ist die Zeit der Sammlung, der Reflexion und des Rückzugs in die Tiefe. Eine Zeit, die wir dankbar nutzen sollten. Wenn wir die dunkle Jahreszeit als Chance ergreifen, dann verstehen wir, dass es den Herbst in unserem Leben braucht, um aus unseren Erlebnissen und Erkenntnissen eine Essenz, ein reifes Konzentrat zu destillieren.

Vom Klang der Gestirne

Im Flackern des Feuers wird ein Felsvorsprung plötzlich zum Rumpf eines mächtigen Stieres und eine Ecknische zum Versteck einer stolzen Hirschkuh. Für unsere Vorfahren war das Bemalen dieser Felswände ein riskantes Unterfangen. Trotzdem, als sei ihre Kunst die Erfüllung einer spirituellen Pflicht, ein unstillbarer innerer Drang, wagten sie sich in die Dunkelheit, in den Uterus der Erdmutter, und hinterließen uns nicht nur unzählige ihrer rotbraunen Handabdrücke als kollektive Signatur ihrer Naturverbundenheit.

Zeitenwende (09/21)

Am Vorabend einer neuen Renaissance

Wir leben in einer überalterten Gesellschaft. In einem System, in dem alte Menschen von weniger alten versorgt werden. Paradoxerweise sind wir aber zugleich auch einem konsumabhängigen Jugendkult verfallen, der die Chancen, die Vorzüge, die Selbstachtung, aber auch Verpflichtungen des Alters vergessen und untergraben hat. Eine Geisteshaltung, die das Altern verdrängt und „outsourct“, den Sommer zum Dauerzustand erklärt, muss jedes Jahr aufs Neue feststellen, dass sie unaufhörlich am Ast sägt, auf dem sie sitzt – weil die Leugnung von Vergänglichkeit immer auch ein Verrat an der Jugend ist.

Seelenschau

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Zwischenwelten Teil I - Die eigenen Seelenkräfte entfesseln

 …Extern betrachtet agiere ich in einer Zwischenwelt, die vielen fremd ist oder stark mystifiziert wird. Wer sich jedoch der Natur öffnet, dem Menschsein wieder Raum gibt und verstehen lernt, dass es Dinge geben darf, die sich einem rationalen, wissenschaftlichen Weltbild entziehen, kommt zu dem erfahrungsbasierten Schluss: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“ 

Von Bergmännern & Kanarienvögeln

Tief im finsteren Stollen lodert ein kleines Licht. Ob einst im Bergwerk oder heute im modernen Office. Ob Erz oder Kommerz: Lockt uns dieses Licht tiefer in den Stollen? Oder wird es zum Hoffnungsfunken einer abenteuerlichen Lebensreise? Das entscheiden wir jeden Tag neu, weil Mut der Anfang jeder Selbsterkenntnis ist… (Juni 2021)

Monatsmagazin Naturarzt

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STURMERNTE (07/21)

Jetzt zu einem neuen Miteinander finden

Kräftezehrende Monate liegen hinter uns. Was bleibt, sind die Trümmer einer dekadenten Klassengesellschaft, die ihren inneren Kompass gen Börse kalibriert und deren Wohlstandsbauch die eigenen Kinder frisst. Die Redewendung „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ bringt Herausforderungen wie Gesundheitsreform, Klimawende und soziale Spaltung auf den Punkt. Der Ausspruch stammt aus dem Buch des Propheten Hosea und mahnt vor den Folgen von Korruption. Und so sind es immer die gleichen menschlichen Schwächen, die einer Gesellschaft schaden – damals wie heute.

Leben ist Wandel & Veränderung

Wann sprechen wir von Krankheit, wann von Gesundheit? Häufig ermöglicht erst die Akzeptanz einer Krankheit den Beginn eines Heilungsprozesses. Wenn es uns gelingt, das der Natur innewohnende Prinzip des Wandels anzunehmen, verstehen wir, dass auch in der Veränderung Gutes auf uns warten kann. Heilpraktiker und Experte für Naturheilkunde Thomas Lambert Schöberl schreibt davon, wie die Verbindung mit der Natur unsere Seele öffnet und Gesundheit und Lebensmut wachsen lässt… (Mai 2021)