Monatlich im Magazin "Naturarzt"

Geh aufs Ganze - Über das Individuum hinausdenken

Spirituelle Heilung verbindet mehr als Religion und Natur. Die Vernetzung von Naturheilkunde, sozialem Engagement, Landwirtschafts-und Ernährungswende, Natur- und Klimaschutz, Vielfalt und Inklusion, Reformpädagogik und Generationenaustausch atmet vielmehr den Glauben, dass nachhaltiges Handeln eine Begegnung mit dem Lebendigen ist. Wenn wir uns Menschen und dem Planeten helfen wollen, lohnt nicht nur ein Blick auf Ratio und Wissenschaft, sondern ebenso in die Vergangenheit, auf Naturvölker und die Gaia-Hypothese.

Seelenpflanzen - Die Heilkraft der Birke

Der menschliche Körper ist hocheffizient: Unsere Nieren beispielsweise filtern täglich 180 Liter des sogenannten Primärharns aus unserem Blut. Nur rund ein Prozent wird dann als Urin ausgeschieden. Die Nieren entgiften unseren Organismus und regulieren unseren Blutdruck. Wenn uns etwas „an die Nieren geht“, sind wir tief betroffen und geschwächt. Wir haben unsere Balance verloren und sind wortwörtlich „nicht mehr im Fluss“.

Wunderwerk Körper – was das Herz heilt

Schon als Kind war ich vom Wunder der Natur und der Evolution begeistert. Der wöchentliche Chemie- und Biologieunterricht gehörte für mich zum spannendsten Augenblick der Woche. Ich war von der Schönheit des Lebens förmlich ergriffen. Alles, was mich umgab, wurde zum Zeugnis einer allumfassenden Intelligenz.

Verwandlung - Das Kreuz mit der Vergebung

Die Frage nach Schuld, Vergebung, Tod und Erlösung ist jedes Jahr zu Ostern besonders präsent. Die Osterzeit bereitet mit ihren Symbolen, Ritualen und Erzählungen einen fruchtbaren Acker für die Saat der Vergebung – die Hoffnung. Wenn wir jetzt Bezüge und Beziehungen neu sortieren, birgt sie die Chance auf frische Impulse. Ob eine missglückte Beziehung, eine geraubte Lebensperspektive, Missbrauch oder berufliche Misserfolge: Es gibt viele Situationen, die Menschen ans Kreuz bringen. Es gibt mindestens ebenso viele Ansätze, mit der Schuldfrage umzugehen. Psychologie, Philosophie oder Theologie erreichen uns angesichts von Wut oder Enttäuschung trotzdem oft nicht.

Im Garten - Zwischen Natur und Kultur

Mit den ersten Frühlingsvorboten beginnt die tägliche Arbeit im Garten. Die Pflege eines eigenen Gartens war für mich schon immer ein großes Privileg und ein wichtiger Teil der Selbstwerdung. Der Kontakt zur Erde beruhigt und entspannt mich. Im Garten werde ich zum Gestalter und Bewahrer der Schöpfung. Alles, war mir dort begegnet, nährt meinen Körper, meinen Geist und meine Seele.

Umkehr - Fasten: Verzicht macht frei

Im Februar beginnt die Vorbereitung auf die Fastenzeit – sie ist der Beginn einer Umkehr und die Aussicht auf einen Neustart. Das naturheilkundliche Fasten spiegelt ein Medizinverständnis wider, das in einem Gleichgewicht von Welt, Mensch und Natur gründet. Zugleich fordert der Februar als die Zeit des Wassermanns geistigen Wandel und Entschlossenheit zur Verwirklichung neuer Visionen.

Leuchtspuren - Wiederentdeckung durch innere Einkehr

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Hoffnung, der Andacht und der Nächstenliebe – der Realitätscheck sieht anders aus. Doch wenn es uns gelingt, statt ständig rastlos nur um uns selbst zu kreisen, kraftvolle Momente der Achtsamkeit und inneren Zentrierung zu erschaffen, kann die spirituelle Bedeutung dieser besonderen Zeit wieder spürbar werden.

Im Schatten des Skorpions - Wenn die Dunkelheit ins Licht führt

Der November ist die Zeit der Sammlung, der Reflexion und des Rückzugs in die Tiefe. Eine Zeit, die wir dankbar nutzen sollten. Wenn wir die dunkle Jahreszeit als Chance ergreifen, dann verstehen wir, dass es den Herbst in unserem Leben braucht, um aus unseren Erlebnissen und Erkenntnissen eine Essenz, ein reifes Konzentrat zu destillieren.

Vom Klang der Gestirne

Im Flackern des Feuers wird ein Felsvorsprung plötzlich zum Rumpf eines mächtigen Stieres und eine Ecknische zum Versteck einer stolzen Hirschkuh. Für unsere Vorfahren war das Bemalen dieser Felswände ein riskantes Unterfangen. Trotzdem, als sei ihre Kunst die Erfüllung einer spirituellen Pflicht, ein unstillbarer innerer Drang, wagten sie sich in die Dunkelheit, in den Uterus der Erdmutter, und hinterließen uns nicht nur unzählige ihrer rotbraunen Handabdrücke als kollektive Signatur ihrer Naturverbundenheit.

Zwischenwelten Teil I - Die eigenen Seelenkräfte entfesseln

 …Extern betrachtet agiere ich in einer Zwischenwelt, die vielen fremd ist oder stark mystifiziert wird. Wer sich jedoch der Natur öffnet, dem Menschsein wieder Raum gibt und verstehen lernt, dass es Dinge geben darf, die sich einem rationalen, wissenschaftlichen Weltbild entziehen, kommt zu dem erfahrungsbasierten Schluss: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“ 

Von Bergmännern & Kanarienvögeln

Tief im finsteren Stollen lodert ein kleines Licht. Ob einst im Bergwerk oder heute im modernen Office. Ob Erz oder Kommerz: Lockt uns dieses Licht tiefer in den Stollen? Oder wird es zum Hoffnungsfunken einer abenteuerlichen Lebensreise? Das entscheiden wir jeden Tag neu, weil Mut der Anfang jeder Selbsterkenntnis ist… (Juni 2021)

Leben ist Wandel & Veränderung

Wann sprechen wir von Krankheit, wann von Gesundheit? Häufig ermöglicht erst die Akzeptanz einer Krankheit den Beginn eines Heilungsprozesses. Wenn es uns gelingt, das der Natur innewohnende Prinzip des Wandels anzunehmen, verstehen wir, dass auch in der Veränderung Gutes auf uns warten kann. Heilpraktiker und Experte für Naturheilkunde Thomas Lambert Schöberl schreibt davon, wie die Verbindung mit der Natur unsere Seele öffnet und Gesundheit und Lebensmut wachsen lässt… (Mai 2021)

Sturmernte - Jetzt zu einem neuen Miteinander finden

Kräftezehrende Monate liegen hinter uns. Was bleibt, sind die Trümmer einer dekadenten Klassengesellschaft, die ihren inneren Kompass gen Börse kalibriert und deren Wohlstandsbauch die eigenen Kinder frisst. Die Redewendung „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ bringt Herausforderungen wie Gesundheitsreform, Klimawende und soziale Spaltung auf den Punkt. Der Ausspruch stammt aus dem Buch des Propheten Hosea und mahnt vor den Folgen von Korruption. Und so sind es immer die gleichen menschlichen Schwächen, die einer Gesellschaft schaden – damals wie heute.

Zeitenwende - Am Vorabend einer neuen Renaissance

Wir leben in einer überalterten Gesellschaft. In einem System, in dem alte Menschen von weniger alten versorgt werden. Paradoxerweise sind wir aber zugleich auch einem konsumabhängigen Jugendkult verfallen, der die Chancen, die Vorzüge, die Selbstachtung, aber auch Verpflichtungen des Alters vergessen und untergraben hat. Eine Geisteshaltung, die das Altern verdrängt und „outsourct“, den Sommer zum Dauerzustand erklärt, muss jedes Jahr aufs Neue feststellen, dass sie unaufhörlich am Ast sägt, auf dem sie sitzt – weil die Leugnung von Vergänglichkeit immer auch ein Verrat an der Jugend ist.